Pfefferminztee: Ziehzeit und Temperatur

Pfefferminztee mit frisch aufgekochtem Wasser (ca. 100 °C) zubereiten: etwa 1,5–2 g getrocknete Blätter (ein gehäufter Teelöffel) oder einen Beutel pro 250 ml, abgedeckt 5–10 Minuten ziehen lassen. Mit frischer Minze nimmst du 10–15 Blätter oder zwei, drei Stängel und lässt sie 5–7 Minuten ziehen.

Was in der Tasse landet

Pfefferminze (Mentha × piperita) ist eine natürliche Kreuzung aus Wasserminze und Grüner Minze. Den kühlen Geschmack verdankt sie vor allem dem Menthol im ätherischen Öl der Blätter. Pfefferminztee enthält weder Teeblätter noch Koffein und gehört in Deutschland zu den beliebtesten Kräutertees überhaupt. Die mildere, süßere Nana-Minze (eine Form der Grünen Minze) steckt im marokkanischen Minztee.

Die Werte auf einen Blick

Pfefferminztee
GetrocknetTeebeutelFrische Minze
Wasser100 °C100 °C100 °C
Menge pro 250 ml1,5–2 g (1 gehäufter TL)1 Beutel10–15 Blätter / 2–3 Stängel
Ziehzeit5–10 Min.5–7 Min.5–7 Min.
Abdecken?JaJaJa

Schritt für Schritt

  1. Getrocknete Blätter in ein Teesieb oder die Kanne geben. Frische Blätter vorher kurz zwischen den Fingern andrücken, damit sie ihr Öl freigeben.
  2. Mit frisch aufgekochtem Wasser übergießen.
  3. Abdecken – mit Deckel oder Untertasse. Menthol ist flüchtig und entweicht sonst mit dem Dampf.
  4. 5–10 Minuten ziehen lassen.
  5. Abseihen oder Beutel herausnehmen. Das Kondenswasser vom Deckel zurück in die Tasse tropfen lassen – darin steckt Aroma.

Warum sprudelnd kochendes Wasser?

Zum einen lösen sich die ätherischen Öle gut in heißem Wasser. Zum anderen geht es um Lebensmittelsicherheit: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Kräuter- und Früchtetees mit sprudelnd kochendem Wasser aufzugießen und mindestens fünf Minuten ziehen zu lassen, weil getrocknete Pflanzenteile gelegentlich Keime wie Salmonellen enthalten können. Mehr dazu unter Tee kalt aufgießen.

Pfefferminztee: Ziehzeit zu lange?

Gefährlich ist das nicht. Pfefferminze enthält keine Tee-Catechine und wird daher nicht so herb wie grüner Tee. Nach 10–15 Minuten schmeckt sie aber sehr intensiv, leicht bitter und etwas „medizinisch“. Wer es kräftig mag, nimmt lieber mehr Blätter, statt sehr lange ziehen zu lassen. Frische Minzstängel im Glas, wie man sie aus dem Café kennt, dürfen ruhig drinbleiben – der Tee wird dann einfach stärker.

Frisch oder getrocknet?

Frische Minze ergibt einen leichteren, grüneren, süßeren Tee; getrocknete Pfefferminze ist konzentrierter und klassisch „minzig“. Beides ist gut. Frische Minze hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt oder wie ein Blumenstrauß im Wasserglas. Selbst trocknen geht einfach: Stängel kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen, bis die Blätter rascheln.

Eistee mit Pfefferminze

Doppelt so stark aufbrühen (3–4 g auf 250 ml, 10 Minuten), abseihen und über Eis gießen. Mit einem Spritzer Zitrone oder halb und halb mit Schwarztee ein sehr erfrischender Sommertee.

Koffein?

Reiner Pfefferminztee ist koffeinfrei und damit ein guter Abendtee. Mischungen mit der Bezeichnung „Minztee“ können aber Grün- oder Schwarztee enthalten – der marokkanische Minztee etwa basiert meist auf Gunpowder-Grüntee. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt das.

Wer vorsichtig sein sollte

Als Getränk wird Pfefferminztee in der Regel gut vertragen. Manche Menschen mit Sodbrennen oder Reflux merken aber, dass Pfefferminze ihre Beschwerden verstärkt. Wenn du schwanger bist, regelmäßig Medikamente nimmst oder Pfefferminztee einem Baby oder Kleinkind geben möchtest, frag vorher in der Apotheke oder ärztlich nach. Konzentriertes Pfefferminzöl ist etwas anderes als Tee und gehört nicht in die Nähe von Säuglingen.

Gute Kombinationen

Weitere koffeinfreie Sorten findest du unter Kräutertee und Rooibos.

Pfefferminze selbst anbauen

Minze ist eine der einfachsten Teepflanzen für Balkon und Garten. Sie mag einen hellen, aber nicht glühend heißen Standort und gleichmäßig feuchte Erde. Weil sie über Ausläufer wuchert, pflanzt man sie am besten in einen eigenen Topf. Geerntet wird kurz vor der Blüte, dann ist das Aroma am stärksten; regelmäßiges Abschneiden hält die Pflanze buschig. Echte Pfefferminze wird über Stecklinge vermehrt, nicht über Samen – im Gartencenter also nach „Mentha × piperita“ fragen. Daneben lohnen sich Sorten wie Marokkanische Minze für Nana-Tee oder Schokominze für Experimente.

Häufige Fragen

Wie lange muss Pfefferminztee ziehen?

5–10 Minuten in frisch aufgekochtem Wasser, abgedeckt. Teebeutel reichen 5–7 Minuten.

Was passiert, wenn Pfefferminztee zu lange zieht?

Er wird sehr intensiv und leicht bitter, aber nicht schädlich. Für mehr Geschmack lieber mehr Blätter nehmen.

Mit welcher Temperatur Pfefferminztee aufgießen?

Mit sprudelnd kochendem Wasser. Das BfR empfiehlt für Kräutertees kochendes Wasser und mindestens fünf Minuten Ziehzeit.

Wie viel frische Minze für eine Tasse Tee?

Etwa 10–15 Blätter oder zwei bis drei Stängel pro 250 ml.